Wieder ein Buch erwischt, von dem ich mir wünschte, es solle nicht enden. Wieder der englische Titel viel aussagekräftiger als der reißerische, deutsche, unsinnige: Der Tag, an dem Marilyn starb. Von Donna Milner. Über den Inhalt will ich nichts sagen; man kann ja auch bei amadings oder sonstwo nachlesen. Was mir AUCH gefiel: An zahlreiche Orte unserer letzten Kanadareise wurde ich durch „Spielorte“ des Buches erinnert. Vancouver, den Fluss Fraser, Kamloops…Und in der kleinen Stadt namens Mission am Fraser river fanden wir nach langem Suchen den vor 60 Jahren ausgewanderten Cousin meiner Mutter, den Karikaturisten Lo Linkert, der zu heulen begann, als wir plötzlich bei ihm erschienen. Er starb zwei Monate später. Ich durfte sein Fernglas benutzen, mit dem er von seiner Terrasse aus zum nächsten Vulkan schaute, dem Mount Rainier. Er trug schon einen Sauerstoffschlauch in der Nase und meinte grinsend, seine Cognacpumpe funktioniere nicht mehr so bequem. Lo Linkert hat, nachdem er nicht mehr für Tageszeitungen zeichnete, ein paar Bücher voll mit Karikaturen über das Golfspielen gestaltet und ein berühmtes Poster, das zeitweise in vielen Büros hing. Mit einem Storch drauf, der einen Knoten im Hals hatte, dem noch ein Froschbein aus dem Schnabel guckte und wo noch ein Spruch dabei stand…