Unsere Tochter frühstückt grad mit einer Freundin in Mainz, wo der Teufel los sein soll.
Morgen bekommen wir Besuch von zwei lieben Leuten, die in den Osterferien in Mexiko waren und in Mexico City fleißig U-Bahn gefahren sind, weil das so günstig war.
Ich gehe nachher mit einer Freundin erzählend durch die Weinberge. Sie ist wie ich eine Puddingleserin. Diese Leute lesen Romane im Sinne von Pudding essen, happs und weg. Und gäbe es diese Art von Lesern nicht, würde die Buchbranche zusammenbrechen, wie Olof Lagercrantz in dem tollen Bändchen „Die Kunst des Lesens und des Schreibens“ meint.
Im Buch „Ruhm“ von Daniel Kehlmann gefiel mir bis jetzt die Geschichte „Rosalie geht sterben“ am besten. Bin noch nicht fertig. Auf jeden Fall interessant für Puddingleser.
Eben im Garten fiel mir ein, wie bei einer Veranstaltung der Peter Härtling so überaus unnachahmlich tonierend die ersten Zeilen von Else Lasker-Schülers Gedicht sprach:
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note…..