Das mit den holden, sonnigen Warmfarbenweinbergen ist wohl erstmal vorbei. Deshalb begebe ich mich morgen zu der kleinen, aber feinen Buchmesse meiner Lieblingsbibliothek. Da liegen sämtliche Neuerwerbungen, nach Sachgebieten und Literatursorten geordnet. Man kann blättern und sich bei Gefallen als Erstausleiher eintragen. So in zwei Wochen bekommt man Nachricht, dass man die bestellten Bücher abholen kann. Bei manchen Titeln gibt es eine Warteliste, weil viele das betreffende Buch wollen.

Ein Lesecafe gibt es auch. Ich freue mich schon.

Da unser Haus vollständig mit drei Sorten wilden Weins bewachsen ist, könnte man im Moment beinah stündlich Blätter wegfegen. Es gibt Nachbarn, die jaulen, wenn Wind einige der gelben, roten, braunen Blätter in ihren Hof wirbelt. Oder die hämisch grinsen, wenn wir fegen und mit süffisantem Lächeln meinen: Gell, es macht halt doch Arbeit. So schön es auch ist!

Am kommenden Mittwoch werden wir den alten Leonard Cohen singsprechen hören in Frankfurt. Auch darauf freue ich mich.