Das Wort hörte ich gestern im Rahmen einer aktuellen Sendung im Radio. Es ging um den Tod eines jungen Soldaten in Afghanistan- ich hörte nur den Satz: Jemand kümmerte sich darum, dass die persönlichen Habseligkeiten des Getöteten in die Heimat gebracht wurden.
Dieses zu hören, fand ich schlimm, ließ mich nachdenken darüber, was das gewesen sein könnte.
Abgesehen von derart Üblem ist es ein schönes, romantisches, heimeliges Wort, find ich.
Was man auf eines Menschen Seelentischchen niederlegen und betrachten kann.
Und dieses Tischchen sähe für jeden Menschen anders aus.
Bei mir lägen wohl: ein Moleskine-Notizbuch, eine glänzende Holzperlenkette von der Schwester aus Heidelberg beschafft, ein Kästchen beste Buntstifte, Bücher und die Lesebrille, Kerzen, Streichhölzer, Fotos meiner Lieblingsmenschen und, und….was ich haben muss zur Seligkeit…
(Habseligkeiten wurde mal zu einem der schönsten deutschen Wörter gewählt. Diesmal war es ein „Wort-des-Tages“ der entsprechenden mailing-Liste)

2 comments
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Oktober 26, 2009 um 7:11
Sofasophia
hab selig. hm. was hab ich selig? gestern – beim lesen in“die verdammnis“ von stieg larsson – dachte ich, als die wohnung der ermordeten durchsucht wurde: was würde bei mir gefunden? wie würde das gefundene interpretiert.
was hab ich noch, wenn ich selig bin? mit deinen worten gesprochen …
bücher! vieleviele bücher! und bilder. und papier. vielviel papier! viele wörter. überall wörter. tja. mein seelentischchen – was für ein wort du da geschaffen hast!
Oktober 27, 2009 um 6:19
Quer
Alle haben wir wohl unsere Seligkeiten, unsere Siebensachen und unsere Seelenwärmer.
Das Wort „Habseligkeiten“ ist allein schon eine solche…
Danke fürs Aufzeigen!
Gruss, Brigitte