Sommer
Der Berg ist schläfrig von dem langen Sonnen-
bad
Und niemand hat die Wolkenherde auf den
Sommerhimmel hingetrieben;
Sie war zu müd, und schläft hinter den sieben
Horizonten. Auf der weißen Straße trommelt
fern ein Rad.
Jetzt summt ein Mückenschwarm den Nacht-
choral,
Ein kleiner Wind ist aufgewacht und läuft durchs
Tal
Schüttelt die Linde, die vergessen hat, Parfum zu
kaufen;
Dann spielen Kinderhände mit Kartoffel-
stauden
Und zerren an dem weißen Bart von einem Baum.
Der aber scheint zu lächeln, wie ein guter, alter
Herr im Traum.
(Friedrich Glauser, für Paul Schranz)

2 comments
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Juli 2, 2009 um 7:34
birgit
oh ist das schön
Juli 3, 2009 um 4:31
donna
So viele Personifikationen!!! Das kann man gut für den Deutschunterricht gebrauchen!!
Abgesehen von der Nützlichkeit: wirklich schön!
LG – Donna