Beim Frankfurtbesuch gestern eine Weile im großen Buchkaufhaus H. gestöbert. Mich danach ins integrierte Cafe gesetzt und Merkwürdiges beobachtet. Nun frage ich mich, ob das eine Geschäfts steigernde Maßnahme ist oder sich einfach so eingebürgert hat: dort saßen lesende oder gar aus Büchern schreibende Kunden bei einer Tasse Cafe oder Biolimo, manche Stapel von 4, 5 oder mehr Büchern vor sich und drin lesend. Ein alter Herr am Nebentisch las in Büchern über Tibet nach, eine Walleröcke mit Bergstiefeln tragende Walküre blätterte in Gartenbüchern. Wenn sie gingen, all die Leute, ließen sie einfach die Bücher auf den kleinen, runden Tischchen liegen.

Eine wohl extra dafür eingeteilte junge Dame kam hurtig, nahm die Stapel und sortierte die Bücher wieder in die richtigen Regale, auch wenn die in andren Stockwerken lagen. Ich habe beinah bedauert, dass ich mir kein Cafetischchenbuch ausgeliehen hatte für meine halbe Stunde Wartezeit dort.